„Verein der Freunde des Ratzeburger Domes e.V."
 

Der Förderverein wurde 1967 gegründet. Er will, laut Statut, der Pflege des Domes mit seiner historischen Umgebung und seinen Anlagen dienen, zu einer würdigen Ausstattung des Gotteshauses beitragen und kulturelle Veranstaltungen im Dom sowie zum Dom gehörende Gebäude fördern. Er unterstützt damit den Domprobst und den Domkirchgemeinderat.

Seit seinem Bestehen hat der Verein aus den Beiträgen und Spenden seiner Mitglieder viele Vorhaben finanziert, die über die Leistungsfähigkeit der Domgemeinde hinausgehen und die nicht zu den Pflichten der baulichen Instandhaltung gehören, die vom Land Schleswig-Holstein übernommen werden. Anfragen können Sie gern richten an:



Verein der Freunde des Ratzeburger Domes,
Kontakt über: Domhof 35, 23909 Ratzeburg
Telefon: 04541 - 87 87 46.
 


Als kurzer Überblick über die Aktivitäten des Vereins eignet sich sehr der von Domprobst i.R. Uwe Steffen geschriebene Bericht über: 40 Jahre: „Verein der Freunde des Ratzeburger Domes e.V." Es heißt darin unter Anderen:

"Am 13. März 1967 wurde auf Initiative der Freunde Domprobst Dr. Heinz-Dietrich Groß und Syndikus Dr. Paul Humann, Hamburg, der „Verein der Freunde des Ratzeburger Domes e.V." gegründet. „Als 1966 unser Dom baulich sehr schön wiederhergerichtet war," so Dr. Humann, „gab es doch noch manche Aufgaben zu finanzieren, die weder vom Land Schleswig-Holstein, das nur für bauliche Dinge zuständig war, noch von der Kirche, damals Schwerin - also DDR - noch von der Domgemeinde aufgebracht werden konnten." Nach seiner Satzung fördert der Verein „die würdige Ausstattung des Domes und seiner historischen Umgebung, die Nutzung des Gotteshauses als Ort der Stille und Besinnung sowie als Ort der Begegnung, kirchliche Veranstaltungen im Dom und in den zu ihm gehörenden Räumlichkeiten, das Interesse am Dom und an seiner Geschichte" ( 1 der Satzung in der Fassung von 2001).

Im Gründungsjahr hatte der Verein 37 und bereits ein gutes Jahr später 120 Mitglieder im In- und Ausland. Die Mitgliederzahl stieg bis 1973 auf 194 Mitglieder an (die Ehefrauen nicht extra gezählt) und sank im Laufe der Jahre auf 132 Mitglieder im Jahre 1995 ab. Dann stieg sie dank der Initiative der Vorstandsmitglieder wieder an und hat heute einen Stand von 175 Mitgliedern erreicht. Vorsitzende des Vereins waren: Eberhard Fischer von 1967-1968, Carl Jacob von 1969-1971, Friedhelm Schöber von 1971-1981, Paul Speckter von 1981-1991, Prof Ing. Werner von Wyszecki von 1991-1996, Uwe Steffen von 1996-2008, Hans-Jürgen Müller 2008-2011, Peter-Claus Schumacher von 2011-2014, seit 2014 Harald Weber.

Ehrenmitglieder des Vereins sind: Herr Nikolaus Barlach (
2001) „in Würdigung seiner Verdienste um die Schenkung der Bronze-Plastik "Der Bettler" von ERNST BARLACH, seinem Vater, für unseren Freundeskreis zu Gunsten einer Aufstellung im Bereich des Ratzeburger Domes" (1979); Herr Prof Werner v. Wyszecki „in Würdigung seiner Verdienste als langjähriges Mitglied, als Vorstandsmitglied und als Vorsitzender des Vereins der Domfreunde" (2004); Frau Marga Ruegsegger in Würdigung ihrer ausgesprochen großzügigen Spenden für die Ausstattung des Domes" (2007).

Zu den vom Verein finanzierten, vorfinanzierten oder mitfinanzierten Vorhaben gehören:

Zuschüsse zur Positiv-Orgel in der Domvorhalle (1970) und zur Chor-Orgel (1972), die Übernahme der Versicherungskosten für zwei Leihgaben (Pietà und Madonna) des Hamburgischen Museums für Kunst und Gewerbe (seit 1972), die Planung und Vorfinanzierung des „Kleinen Domführers" in deutsch, englisch und französisch, die Vorfinanzierung des „Blauen Buches" (1974 ff.), die Förderung der Dommusiken und der Paramentenwerkstatt, die Renovierung der Wandmalereien im Kreuzgang, der Weihekreuze im Dom sowie der steinernen ,,Gründungsurkunde" im Dom (1977), die Einrichtung einer Schriftenreihe zum Dom und seiner Geschichte (seit 1978), die Anschaffung von 400 Stühlen sowie von siebenkerzigen Holzleuchtern für den Dom (1979), die Restaurierung einer mittelalterlichen Kreuzigungsgruppe, die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten und fotografischer Dokumentationen, die Übernahme der Transport-, Versicherungs- und Aufstellungskosten für den 'Bettler' von Ernst Barlach (1979), die Einrichtung der Kunstkammer im nördlichen Kreuzgang (1979 -1984), die Anschaffung des farbigen Sakristei-Fensters von Doris Kümmel (1986), die farbige Erneuerung (gotisch blau) des Hintergrundes des Mittelschreins des Apostel-Altars (1989), die Anschaffung von Steinsockeln für die Pietà und den Schmerzensmann (1989), die Installation einer dezenten Beleuchtung des spätgotischen Apostelaltars, von Spotlights auf die spätgotischen Skulpturen in den Seitenschiffen sowie der Einbau eines Dimmers (1990), die Anschaffung von zwei kupfernen, festinstallierten Kollektenkästen (1990), die Anschaffung von drei Altar-Antependien von Ingeborg Hildebrandt (Entwurf) und Anneliese Österreich (Ausführung) in den Jahren 1995 bis 1999, die Verkleidung des Sockels des Barockaltars, die Sanierung des Steinsockels des Löwendenkmals und die Pflasterung um den Sockel herum (1996), die Anbringung von Schrifttafeln am Löwendenkmal, im Dom und im Kreuzgang (1.996); die Renovierung der Tafel am Osteingang des Kreuzganges, die Herausgabe eines Domführers für Kinder (2001), die Restaurierung der Krippenfiguren (2005), die Anschaffung zweier Velen zur Abdeckung der Abendmahlsgeräte (2005), die Anschaffung von Rückenkissen für die 400 Stühle im Mittelschiff (2005) und von Sitzkissen für die Bestuhlung des Hochchores (2006), die Umgestaltung des Klosterinnenhofes (2006), die Renovierung, Versiegelung und Befestigung von zwei Standleuchtern aus dem Jahre 1395 (2006) und - last but not least - die Anschaffung einer neuen Lautsprecheranlage mit modernster digitaler Technik für den Dom (2005/6). Die Anschaffung der Rücken- und Sitzkissen für das Domgestühl sowie die Anschaffung der neuen Lautsprecheranlage kosteten insgesamt etwa 60.000 Euro. Dies wurde ermöglicht durch zwei großzügige Spenden einer Ratzeburger Bürgerin in Höhe von insgesamt 43.000 Euro. Der ohnehin geringe Mitgliederbeitrag ist in den 40 Jahren des Bestehens des Vereins trotz stetiger Geldentwertung nur zweimal angehoben worden: 1973 von 12 DM auf 30 DM für Einzelpersonen und von 30 auf 50 DM für Ehepaare, 1998 von 30 auf 50 DM für Einzelpersonen und von 50 auf 80 DM für Ehepaare. Bei der Umstellung der Währung von DM auf Euro im Jahr 2002 wurden die Beiträge umgerechnet, ohne sie zu erhöhen: 25 Euro für Einzelpersonen und 40 Euro für Ehepaare. Lebenslange Mitgliedschaft kann von Einzelpersonen durch eine einmalige Zahlung in Höhe von 360 Euro, von Ehepaaren in Höhe von 520 Euro erworben werden. In einer Zeit, in der Haushaltsmittel immer knapper werden, ist die Arbeit des Fördervereins notwendiger denn je. Darum ist der Vorstand intensiv um die Gewinnung neuer Mitglieder bemüht, zumal immer mehr Mitglieder der Gründungszeit aus Altersgründen oder durch den Tod ausscheiden.
 



Spendenkonto des Vereins der Freunde des Ratzeburger Domes
Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg
IBAN DE 72230527500000114626
BIC: NOLADE 21RZB